Berichte

Arbeiten im Hintergrund

24.03.2014

Das öffentliche Abwassersystem von Bonn umfasst über 950 km Strecke und muss für für etwa 330 Tausend Einwohner ständig in Ordnung gehalten werden. Hierfür sorgen mehrere Kläranlagen, die das dort ankommende Regen- und Schmutzwasser reinigt und aufbereitet. Geschieht dieser Transport gemeinsam, spricht man vom sogenannten Mischsystem.

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Reinigung nach Plan

Dabei hat sich die Stadt der "Selbstüberwachungsverordnung Kanal" verschrieben, die eine zweijährige Reinigung nach einem Reinigungsplan oder eine komplette Kontrolle und Reinigung vorsieht. DieRohrreinigung Bonn unterstützt die Stadt dabei beim von ihr aufgestellten und sogenannten Spülplan. Er berücksichtigt diverse Randbedingungen, zu denen unter anderem Ablagerungsgrad, hydraulische Auslastung, Zustand des Kanals und Gefälle gehören. Die effektive Reinigung wird hierbei durch genau definierte Zeitabstände gewährleistet. Zudem wird so Ablagerungen und Verstopfungen optimal vorgebeugt, die sonst den Abschluss behindern können und zu unangenehmen Gerüchen führen würden.

Zur langfristigen Erhaltung des öffentlichen Kanalsystems trägt die schonende Reinigung durch angepassten Wasserdruck bei. Für die eigentliche Reinigung sind hier drei Fahrzeuge im Einsatz, die einerseits über Saug- und Spüleinrichtungen verfügen und andererseits mit wirtschaftlichen und ökologischen Systemen zur Wiederaufbereitung mittels recyceltem Kanalwasser arbeiten.

Für den reibungslosen Ablauf sind gleich zwei zentrale Standorte zuständig, die rund um die Uhr erreichbar sind. Diese kümmern sich ebenfalls um alle Pumpstationen und Sonderbauwerke, die zur Kanalisation gehören. Arbeiten an Gullies und die Zustandserfassung fällt in ihren Zuständigkeitsbereich. Die ursprünglichen Ziele einer geordneten Abwasserentsorgung müssen dabei stets im Auge behalten werden, denn durch verunreinigtes Wasser verursache Epidemien können auch heutzutage noch auftreten. Menschen und Tiere müssen vor teilweise tödlichen Infektionen geschützt werden, ebenso muss die Umwelt vor potenziellen Belastungen durch Abwasser bewahrt werden. Die ausreichende Trinkwasserversorgung muss immer und zu jeder Zeit gewährleistet werden können.