Berichte

3-2-1 - die Tür ist zu

15. Oktober 2013

Die alte Frau Martens kommt gerade vom Einkaufen zurück und geht voll bepackt das Treppenhaus nach oben zu ihrer Wohnung. Vor der Tür stellt sie die schweren Einkaufstaschen ab und kramt ihren Schlüssel hervor. Doch just in diesem Moment kommt ihre Nachbarin Frau Immerth aus der Tür und begrüßt die alte Bekannte überschwänglich.

Wie immer halten sie einen kurzen Plausch im Flur und tauschen sich über die neuesten Ereignis aus der Nachbarschaft aus. Da Frau Immerth aber gerade einen Kuchen frisch aus dem Ofen gezogen hat, der so wunderschön durchs Treppenhaus duftet, lädt sie Frau Martens auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee in ihre Wohnung ein.

Sie willigt ein und sagt, dass sie nur noch schnell ihre Einkaufe verstauen will. Schnell huscht sie in ihre Wohnung, den Kuchenduft in der Nase, legt ihren Schlüssel auf das Tischchen neben der Tür und fängt an eilig alles auszupacken. Eier, Butter und Milch in den Kühlschrank, Saft, Zwiebeln und Kartoffeln in die Speisekammer und das Gemüse auf die Küchenzeile - für später.

Nun schnell noch die Jacke ausziehen und den Schal an die Garderobe hängen und es kann los gehen. Drüben wartet Frau Immerth schon mit frisch aufgebrühtem Kaffee und präsentiert stolz ihr neues Rezept - eine Art Zupfkuchen mit Birnen und Zimt. Nach etwa zwei Stunden haben beide zusammen ein ganzes Viertel verzerrt und einige Tassen Kaffee getrunken, ein paar Plätzchen vom Wochenende waren auch noch da.

Da der Abend jedoch näher rückt und das Abendbrot langsam vorbereitet werden muss, verabschiedet sich Frau Martens von Frau Immerth, bedankt sich für den leckeren Kuchen, die nette Gastfreundschaft und verspricht das nächste Kaffeekränzchen wieder bei sich auszurichten.

3-2-1-die-tuer-ist-zu.png

Gut gelaunt geht sie also hinüber zu ihrer Wohnung und will ihren Schlüssel aus der Hosentasche hervorholen.

Doch oh Schreck, er ist nicht da, auch nicht in der anderen Tasche. Sie geht zurück, klingelt bei Frau Immerth, such mit ihr in ihrem Wohnzimmer. Vielleicht mag er aus der Tasche gefallen sein. Doch dann fällt es ihr wieder ein - er liegt immernoch auf dem Tischchen neben ihrer Tür. Sie hatte ihn in der ganzen Hektik und Vorfreude einfach vergessen. So schnell kann es gehen.

Ein wenig aufgebracht und ratlos rennt sie auf und ab, grübelt, was nun zu tun sei. Doch ihre gute Freundin Frau Immerth versucht sie zu beruhigen. Sie erzählt ihr, dass das gar keine schlimme Sache sei und sie jemanden kennt, der ihr schnell helfen könne. DerSchlüsselnotdienst Münster könne ganz schnell bei ihr sein und im Handumdrehen die Türe öffnen. Sie könne dann wie gewohnt noch das Abendessen zubereiten und den Abend weiterhin genießen und das ganz ohne hohe Kosten oder eine kaputte Tür.

Sichtlich beruhigt von diesen Worten, ließ sich sich auf die Couch sinken und Frau Immerth telefonieren. Der Mann am Telefon schien recht freundlich zu sein, da Frau Immerth selbst bei diesem kurzen Telefonat recht häufig lachen musste. Frau Martens fühlte sich in sicheren Händen und gut beraten. In der kurzen Wartezeit schafften die beiden noch ein Täschen Kaffee und ein paar Kekse und Frau Immerth berichtete von einer ähnlichen Situation. Damals hatte ihre Tochter ihr diesen Schlüsseldienst empfohlen und sie war sofort begeistert von der professionellen Leistung.

Wie versprochen kam nach ca. einer halben Stunde ein nett dreinblickender Mann, der die Tür so schnell geöffnet hatte, dass Frau Martens nicht einmal mitbekommen konnte, wie er es eigentlich bewerkstelligte. Sie dankte ihrem Retter in der Not, der von Frau Immerth noch ein Stück Kuchen in die Hand gedrückt bekam und nicht mal Bargeld wollte. In ein paar Tagen würde die Rechnung per Post kommen und für den Augenblick bekam Frau Martens einen kleinen Quittungsbeleg, der einen überraschend niedrigen Preis aufwies.

Wieder in ihrer Wohnung machte sie sich schnell als Werk und bereitet das Abendessen vor. Eine Dreiviertelstunde später kam auch schon ihr Mann und sie setzten sich zu Tisch. Da Frau Martens aber noch so satt von Kuchen und Kaffee war und immernoch ein wenig Aufregung in ihr steckte, aß sie kaum etwas. Ihr Mann guckte sie verwundert an und wollte wissen was los seie. Sie erzählte ihm die Geschichte sichtlich beschämt und das einzige, was er darauf lächelnd zu sagen hatte war: "Ach Lieschen, kaum riechst du einen Kuchen, vergisst du alles um dich herum."