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Qualitätsmethoden - Prozess-orientiertes Qualitätsmanagement

Mangelnde Produktqualität führt automatisch zu Kundenverlusten und damit zu massiven Absatzeinbrüchen. Verantwortlich für das Qualitätsniveau sind dabei ausschließlich die zur Wertschöpfung eingesetzten Prozesse. Somit gilt: Qualitätsvolle Prozesse führen zu qualitätsvollen Produkten.

Der Einsatz von so genanntenQualitätsmethoden dient der Verbesserung eben dieser Produkt- oder Prozesseigenschaften, also im allgemeinen der Reparatur, Verbesserung und dem Engineering. Unterschieden wird dabei zwischen den universell einsetzbaren Methoden - je sieben Elementare Qualitätstechniken (Q7) und Management-Werkzeuge (M7) - und komplexen Methoden.

Q7 setzt sich aus der Fehlersammel- und Qualitätsregelkarte sowie dem Histogramm für die Phase der Fehlererfassung, dem Pareto- und Ursache-Wirkungs-Diagramm, dem klassischen Brainstorming sowie demKorrelationsdiagramm für die Phase Fehleranalyse zusammen. Diese Techniken werden zur Unterstützung von Problemlösungsprozessen eingesetzt und verarbeiten vorwiegend Zahlen. Der Vorteil: Sie sind leicht verständlich und mit einfachen Hilfsmitteln (Pinnwand, Stifte, Karten usw.) durchzuführen. So lassen sie sich bei jeder Art von Gruppenarbeit für nahezu jede Art von Problemen einsetzen. Jedes dieser Werkzeuge kann alleine für sich angewendet werden oder untereinander kombiniert werden. Letzteres bietet einen zusätzlichen Nutzen.

Qualitätsmethoden - Prozessorientiertes Qualitätsmanagement
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Perfektes Zusammenspiel

Im Gegensatz zu Qualitätswerkzeugen ordnen Management-Werkzeuge Informationen vor allem verbaler Art. Sie werden vor allem in Planungs- und Entwicklungsphasen angewendet. Sie bestehen aus dem Affinitäts- und Relationsdiagramm für die Phase der Datenanalyse, dem Matrix- undEntscheidungsbaum - allseits bekannt als Baumdiagramm - sowie dem Portfolio für die anschließende Phase der Lösungsfindung. Die Netzplantechnik und der Problementscheidungsplan kommen in der Phase der Lösungsumsetzung zum Einsatz. Letzteres dient dazu, im Voraus Gegenmaßnahmen für eventuell auftretende Schwierigkeiten zu ermitteln, die bei der Umsetzung auftreten können. Diese sinnvolle Chronologie der M7 ermöglicht dem Qualitätsmanager die Kombination der Werkzeuge untereinander. Sie können jedoch, wie auch die Q7 zuvor, einzeln angewendet werden.

Schließlich die komplexen Methoden. Sie sind für bestimmte Phasen eines Entwicklungsprozesses konzipiert. Dies betrifft Methoden wie z.B. Quality Function Deployment (QFD), die statistische Prozessregelung oder die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) u.v.m.

Methoden wie FMEA, eine analytisch vorausschauende und vorbeugende Methode der Zuverlässigkeitstechnik zur Fehlervermeidung und Erhöhung der technischen Zuverlässigkeit, das Risikomanagement und die Funktionale Sicherheit offenbaren Mängel schon im frühen Entwicklungsprozess. So, im Anfangsstadium, sind sie noch einfacher und kostengünstiger zu entfernen. Zusammen mit der kontinuierlichen Validierung, dem Nachweis über die Einsatzeignung der analytischen Methode gehen sie einen Schritt weiter und ermöglichen die Früherkennung von potenziellen Geschäftsausfällen und Hilfe bei der Vermeidung von Fehlern.

Um den Problemlösungsprozess systematischer und effizienter zu gestalten, werden die Qualitätsprobleme nach Smith in 5 Typen unterteilt:

  • - Effizienzproblem
  • - Konformitätsproblem
  • - Produktdesignproblem
  • - Prozessdesignproblem
  • - Unstrukturiertes Performanceproblem

Ausgehend von der jeweiligen Problemsituation ist es dem Problemlöser so möglich, Problemlösungsstrategien festzulegen und die optimal darauf zugeschnittenen Techniken und Werkzeuge auszuwählen.

Durch speziell entwickelte Softwareanwendungen, wie beispielsweise e1ns vom Marktführer Plato, erhält man einen einfachen Zugriff und das Verständnis aller gegebenen Engineering-Informationen. Dies ermöglicht dem Problemlöser, die richtigen Entscheidungen zur rechten Zeit zu treffen - so wird das Wissen aus der Produktentwicklung in positive Geschäftsergebnisse verwandelt.